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Notfall
Warmes Abendlicht an einer ruhigen Küste

Traumasensible Paartherapie

Verstehen, was zwischen uns geschieht

Manchmal geraten wir in unseren Beziehungen immer wieder an denselben Punkt. Ein Streit eskaliert, obwohl es eigentlich um eine Kleinigkeit ging. Einer sucht Nähe, während der andere sich zurückzieht. Wir fühlen uns nicht gesehen, unverstanden oder allein – gerade mit dem Menschen, dem wir uns besonders verbunden fühlen möchten. Und manchmal berührt ein solcher Konflikt etwas, das weit über den aktuellen Anlass hinausgeht.

Wenn alte Verletzungen in Beziehungen lebendig werden

Unsere frühen Beziehungserfahrungen prägen mit, wie wir heute Nähe, Vertrauen und Konflikte erleben. Vielleicht haben wir gelernt, unsere eigenen Bedürfnisse zurückzustellen, um eine Beziehung nicht zu gefährden. Oder uns zurückzuziehen, sobald wir uns verletzt oder überfordert fühlen. Hinter solchen Reaktionen können Schutzstrategien stehen, die einmal wichtig waren, um mit schwierigen Erfahrungen umzugehen. In einer Partnerschaft können sie jedoch zu Schwierigkeiten führen. Besonders dann, wenn das Verhalten des einen beim anderen alte Verletzungen berührt.

So entstehen manchmal Beziehungsmuster, in denen beide versuchen, sich zu schützen, und sich dabei immer weniger erreichen. Das bedeutet allerdings nicht, dass beide gleichermaßen für einen Konflikt verantwortlich sind. Auch Grenzüberschreitungen und verletzendes Verhalten müssen als solche erkannt werden.

Verstehen, was hinter unseren Reaktionen liegt

In meiner traumasensiblen Paartherapie möchte ich gemeinsam mit Euch verstehen, was zwischen Euch geschieht. Was passiert in den Momenten, in denen Ihr den Kontakt zueinander verliert? Was löst das Verhalten des anderen in Euch aus? Und welche Gefühle oder Bedürfnisse bleiben dabei unausgesprochen? Mich interessieren die Muster, die Ihr miteinander entwickelt habt, ebenso wie die persönlichen Erfahrungen und Verletzungen, die jeder von Euch mitbringt.

Dabei ist mir wichtig, nicht bei Erklärungen stehen zu bleiben. Wir nehmen uns Zeit, wahrzunehmen, was im gegenwärtigen Kontakt geschieht. Welche Gefühle tauchen auf? Wann entsteht der Impuls, sich zurückzuziehen, anzugreifen oder anzupassen? Und was könnte möglich werden, wenn diese Reaktionen bewusster wahrgenommen werden? Die eigenen Schutzstrategien zu verstehen, bedeutet dabei nicht, jedes Verhalten zu entschuldigen. Es kann aber helfen, Verantwortung für die eigenen Reaktionen zu übernehmen und neue Möglichkeiten im Umgang miteinander zu entdecken.

Einander wieder begegnen

Mir ist wichtig, dass Ihr beide mit Eurem Erleben gehört werdet. Auch mit dem, was schwer auszusprechen ist oder bisher wenig Platz in Eurer Beziehung gefunden hat. Manchmal verändert sich etwas, wenn wir verstehen, weshalb der andere so reagiert, wie er reagiert. Hinter einem Rückzug wird vielleicht Angst vor Verletzung sichtbar, hinter einem Vorwurf der Wunsch, gehört zu werden. Daraus kann ein anderer Kontakt entstehen, in dem beide sich selbst und den anderen bewusster wahrnehmen.

Ob Ihr Eure Beziehung fortsetzen möchtet, ist dabei nicht vorgegeben. Manchmal führt ein besseres Verständnis wieder näher zusammen. Manchmal hilft es auch, die eigenen Grenzen zu erkennen und eine Entscheidung zu treffen. Informationen zur Dauer einer therapeutischen Begleitung findest Du unter Erstgespräch, Ablauf & Kosten.

Informationen zum Erstgespräch

Fragen zur Paartherapie

Für welche Paare ist Deine Paartherapie geeignet?

Für Paare, die sich immer wieder in ähnlichen Konflikten wiederfinden, Schwierigkeiten mit Nähe oder Distanz erleben oder sich zunehmend fremd geworden sind. Ihr müsst noch nicht genau wissen, worin euer Problem besteht.

Wie läuft eine Paartherapiesitzung ab?

Wir beginnen mit dem, was euch aktuell beschäftigt. Dabei interessiert mich nicht nur, worüber ihr streitet, sondern auch, was jeder von euch im Kontakt mit dem anderen erlebt. Wir schauen gemeinsam auf Gefühle, Bedürfnisse und wiederkehrende Reaktionen.

Geht es in der Paartherapie darum, herauszufinden, wer schuld ist?

Nein. Mir geht es darum, dass beide besser verstehen können, was zwischen ihnen geschieht. Das bedeutet allerdings nicht, dass Verantwortung für verletzendes oder grenzüberschreitendes Verhalten relativiert wird.

Was ist, wenn mein Partner keine Paartherapie möchte?

Eine gemeinsame Paartherapie setzt die freiwillige Bereitschaft beider voraus. Du kannst Dich aber auch allein mit Deinen Beziehungserfahrungen und den Schwierigkeiten in Deiner Partnerschaft beschäftigen. Wenn Du Dich mit Deinen eigenen Beziehungsmustern beschäftigst, kann sich auch zwischen Euch etwas verändern. Manchmal entsteht dadurch beim anderen Neugier oder die Bereitschaft, später an gemeinsamen Gesprächen teilzunehmen. Das lässt sich jedoch nicht voraussetzen.

Kann Paartherapie auch nach einem Vertrauensbruch oder einer Affäre helfen?

Ja, solche Erfahrungen können ein Anlass sein, Unterstützung zu suchen. Es braucht Raum für Verletzungen, unterschiedliche Gefühle und die Frage, ob und wie Vertrauen wieder entstehen kann. Ein bestimmtes Ergebnis lässt sich nicht versprechen.

Ist Paartherapie auch sinnvoll, wenn wir über eine Trennung nachdenken?

Ja. Manchmal geht es zunächst darum, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen. Manchmal wird auch deutlich, dass unterschiedliche Wünsche bestehen. Eine Paartherapie muss nicht zwangsläufig zum Fortsetzen der Beziehung führen. Ungelöste Themen und vertraute Beziehungsmuster können auch in späteren Partnerschaften wieder auftauchen. Sie besser zu verstehen, kann deshalb auch dann hilfreich sein, wenn Ihr Euch trennt.

Welche Rolle spielen frühere Verletzungen und Kindheitserfahrungen in der Paartherapie?

Frühe Beziehungserfahrungen können beeinflussen, wie wir heute auf Nähe, Zurückweisung oder Konflikte reagieren. In meiner traumasensiblen Arbeit beziehen wir solche Zusammenhänge ein, ohne nach Schuldigen in der Vergangenheit zu suchen.

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