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Notfall
Berge spiegeln sich in einer stillen Bucht

NARM®-Therapie in Leipzig & online

NARM® steht für NeuroAffective Relational Model. Der von Dr. Laurence Heller entwickelte therapeutische Ansatz beschäftigt sich damit, wie frühe Beziehungserfahrungen unser heutiges Erleben, unsere Beziehungen und unseren Umgang mit uns selbst beeinflussen können.

Mich interessiert dabei nicht nur, warum wir bestimmte Verhaltensweisen entwickelt haben. Eine wichtige Frage ist für mich, wie wir heute mit uns selbst umgehen. Verurteilen wir uns für unsere Gefühle und Reaktionen? Versuchen wir, unangenehme Empfindungen möglichst schnell loszuwerden? Oder können wir beginnen, ihnen mit etwas mehr Neugier zu begegnen?

NARM® bietet mir eine Orientierung, um diese Zusammenhänge gemeinsam mit Dir zu erforschen. Ausgangspunkt ist das, was Dich heute beschäftigt.

Worum es bei NARM® geht

Wir alle entwickeln im Laufe unseres Lebens Strategien, um mit schwierigen Erfahrungen umzugehen. Besonders als Kinder sind wir darauf angewiesen, uns an unsere Umgebung und die Menschen, mit denen wir aufwachsen, anzupassen. Manche dieser Anpassungen waren damals notwendig oder hilfreich. Später können sie uns jedoch einschränken.

Vielleicht fällt es Dir schwer, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen oder Grenzen zu setzen. Vielleicht versuchst Du, Konflikte möglichst zu vermeiden, oder bemerkst, dass Du Dich in Beziehungen immer wieder auf ähnliche Weise verhältst. Häufig begegnen wir gerade diesen Seiten an uns selbst mit Ablehnung. Wir möchten weniger ängstlich, weniger empfindlich oder endlich selbstbewusster sein. Dadurch entsteht manchmal zusätzlicher innerer Druck.

In der NARM®-Therapie versuchen wir zu verstehen, welchen Sinn solche Reaktionen einmal hatten und wie sie heute noch wirksam sind. Dafür müssen wir nicht jede belastende Erfahrung aus der Vergangenheit aufarbeiten. Entscheidend ist, wie sich frühere Anpassungen im gegenwärtigen Erleben zeigen und wie Du heute mit ihnen umgehst.

Wie eine NARM®-Sitzung aussehen kann

Ausgangspunkt ist das, was Dich gerade beschäftigt. Das kann eine schwierige Beziehungssituation sein, ein wiederkehrendes Gefühl oder etwas, das Du an Dir selbst besser verstehen möchtest. Du musst dafür weder Deine Vergangenheit vollständig kennen noch bereits wissen, was Du verändern möchtest.

Wir beginnen mit einem Gespräch und richten die Aufmerksamkeit immer wieder auf Dein gegenwärtiges Erleben. Ich stelle Fragen, gebe Rückmeldungen und lade Dich ein, wahrzunehmen, was in Dir geschieht. Dabei interessieren uns auch Reaktionen, die zunächst kaum auffallen: eine Veränderung Deiner Körperhaltung, ein Gedanke, eine aufkommende Emotion oder der Wunsch, einem bestimmten Thema auszuweichen.

Auch unser Kontakt kann dabei eine Rolle spielen. Wie erlebst Du mich gerade? Was fällt Dir leicht auszusprechen und was vielleicht schwer? Gibt es etwas, das Du lieber für Dich behältst? Solche Beobachtungen können uns helfen, besser zu verstehen, wie Du mit Dir selbst und anderen Menschen in Beziehung bist.

Wir arbeiten ohne feste Schrittfolge. Du bestimmst mit, worauf wir schauen und in welchem Tempo. Wenn etwas zu viel wird, können wir jederzeit innehalten. Mir ist wichtig, dass Du Deine eigenen Erfahrungen machen und zu Deinen eigenen Erkenntnissen finden kannst.

Vertiefende Einblicke zu NARM® lesen

Sich selbst mit mehr Neugier und Mitgefühl begegnen

Ein wichtiger Teil meiner therapeutischen Arbeit ist die Frage, wie Du Dir selbst begegnest. Vielleicht kennst Du einen strengen inneren Umgang mit Dir selbst. Bestimmte Gefühle möchtest Du nicht haben, für manche Reaktionen schämst Du Dich oder Du hast klare Vorstellungen davon, wie Du eigentlich sein solltest.

Mich interessiert, was geschieht, wenn wir diesen Reaktionen mit Neugier begegnen. Was erlebst Du, wenn Du unsicher wirst? Wie gehst Du mit Deiner Angst, Deiner Wut oder Deiner Verletzlichkeit um? Und was verändert sich möglicherweise, wenn Du diese Empfindungen zunächst wahrnimmst, statt sie sofort verändern zu wollen?

Dabei geht es nicht darum, alles an sich gut finden zu müssen. Auch Selbstkritik, Ablehnung und der Wunsch, anders zu sein, dürfen zunächst da sein. Manchmal ist es bereits eine ungewohnte Erfahrung, diese Seiten an sich wahrzunehmen, ohne sich dafür erneut zu verurteilen. Mit der Zeit kann so ein anderer Umgang mit dem eigenen Erleben entstehen. Einer, in dem neben Selbstkritik auch Verständnis und Mitgefühl Platz haben.

Selbstwirksamkeit – die eigenen Handlungsmöglichkeiten wiederentdecken

Traumatische Erfahrungen können mit einem tiefen Gefühl von Hilflosigkeit und Ohnmacht verbunden sein. Besonders wenn wir als Kinder wiederholt Situationen erlebt haben, auf die wir kaum Einfluss nehmen konnten. Solche Erfahrungen können auch später unser Erleben prägen. Wir fühlen uns bestimmten Situationen, Gefühlen oder Beziehungsmustern ausgeliefert, obwohl wir heute möglicherweise andere Möglichkeiten hätten. Ein wichtiger Begriff im NARM® ist deshalb Agency. Gemeint ist damit die Erfahrung eigener Handlungsfähigkeit und Selbstwirksamkeit.

Mich interessiert dabei besonders, was Du selbst möchtest.

Diese Frage ist manchmal schwieriger zu beantworten, als es zunächst scheint. Vielleicht hast Du lange versucht, die Erwartungen anderer zu erfüllen, Konflikte zu vermeiden oder Dich so zu verhalten, dass wichtige Beziehungen nicht gefährdet werden. Dabei kann der Zugang zu den eigenen Wünschen und Bedürfnissen in den Hintergrund geraten.

In der Therapie können wir erforschen, was Dir wichtig ist, welche inneren Hindernisse dabei auftauchen und welche Handlungsmöglichkeiten Du heute hast. Selbstwirksamkeit bedeutet nicht, alles kontrollieren zu können. Es geht darum, die eigenen Möglichkeiten deutlicher wahrzunehmen und zunehmend selbstbestimmter mit dem eigenen Erleben umzugehen.

Langsamkeit und Raum für das eigene Erleben

In meiner therapeutischen Arbeit hat Langsamkeit einen besonderen Stellenwert. Viele Menschen kennen es, innerlich ständig angespannt zu sein, ihre Gefühle kontrollieren zu müssen oder möglichst schnell nach einer Lösung zu suchen.

Wenn wir langsamer werden, können wir manchmal überhaupt erst bemerken, was gerade in uns geschieht. Vielleicht zeigt sich eine Anspannung im Körper, eine bislang kaum wahrgenommene Emotion oder der Impuls, einem unangenehmen Gefühl auszuweichen. Wir nehmen uns Zeit, solche Reaktionen zu erkunden.

Dabei achten wir darauf, wie viel inneres Erleben gerade möglich ist. Manchmal braucht es eine Pause, manchmal etwas Abstand und manchmal die Erfahrung, dass ein Gefühl da sein darf, ohne unmittelbar darauf reagieren zu müssen. So kann allmählich mehr Raum entstehen, um Gefühle, Körperempfindungen und auch widersprüchliche Bedürfnisse wahrzunehmen, ohne davon überwältigt zu werden.

Für mich liegt darin eine wichtige Möglichkeit therapeutischer Veränderung. Wenn wir unserem inneren Erleben weniger ausgeliefert sind, können sich auch im Umgang mit uns selbst und anderen Menschen neue Möglichkeiten eröffnen.

NARM® und Entwicklungstrauma

NARM® wurde insbesondere für die therapeutische Arbeit mit den Folgen früher belastender Beziehungserfahrungen entwickelt. Entwicklungstraumatische Erfahrungen können entstehen, wenn grundlegende emotionale Bedürfnisse eines Kindes über längere Zeit nicht ausreichend beantwortet werden oder Beziehungen von Angst, Unsicherheit oder Überforderung geprägt sind. Solche Erfahrungen können beeinflussen, wie wir uns selbst wahrnehmen, Nähe und Verbundenheit erleben und mit unseren Gefühlen umgehen. Menschen entwickeln dabei sehr unterschiedliche Formen der Anpassung.

Nicht jede belastende Kindheitserfahrung führt zu einer Traumafolgestörung. Und nicht jede heutige Schwierigkeit lässt sich auf frühe Erfahrungen zurückführen. Im NARM® versuchen wir deshalb nicht, gegenwärtige Probleme vorschnell aus der Vergangenheit zu erklären. Uns interessiert vielmehr, welche früheren Anpassungen heute noch wirksam sein könnten und wie sich der Umgang damit verändern lässt.

Entwicklungstrauma verstehen

NARM® und Gestalttherapie

In meiner therapeutischen Arbeit verbinde ich NARM® mit meiner gestalttherapeutischen Erfahrung. NARM® gibt mir eine besondere Orientierung bei der Arbeit mit frühen Anpassungsstrategien, Selbstablehnung und Selbstwirksamkeit. Die Gestalttherapie prägt insbesondere meine Haltung zum unmittelbaren Kontakt und zur therapeutischen Beziehung. Beide Ansätze haben wichtige Gemeinsamkeiten und fließen in meiner Arbeit ineinander.

Mehr über meine gestalttherapeutische Haltung erfahren

Was NARM® nicht verspricht

Therapeutische Veränderung lässt sich nicht erzwingen oder zeitlich festlegen. Wie sich ein Prozess entwickelt, ist individuell und hängt von vielen Faktoren ab. NARM® ersetzt keine notwendige medizinische oder psychiatrische Behandlung.

In einem ersten Gespräch können wir gemeinsam schauen, ob meine Arbeitsweise zu Deinem Anliegen passt.

Passt NARM® zu Deinem Anliegen?

Vielleicht hast Du bereits vieles über Dich verstanden und bemerkst trotzdem, dass sich bestimmte Gefühle oder Verhaltensweisen immer wiederholen. Oder Du möchtest Dich selbst besser kennenlernen und einen anderen Umgang mit Deinen Gefühlen, Bedürfnissen und Beziehungen entwickeln.

In einem kostenlosen telefonischen Vorgespräch können wir uns kennenlernen und gemeinsam schauen, ob meine therapeutische Arbeitsweise zu Dir passt. Ich biete die Arbeit mit NARM® auch online an. Ob das Format für Dich geeignet ist, klären wir gemeinsam.

Informationen zum Erstgespräch

Häufige Fragen zur NARM®-Therapie

Was ist das Besondere an NARM®?

NARM® beschäftigt sich insbesondere damit, wie frühe Beziehungserfahrungen unser heutiges Erleben und unsere Beziehung zu uns selbst beeinflussen. Im Mittelpunkt steht nicht nur, warum Schwierigkeiten entstanden sind, sondern wie wir heute mit ihnen umgehen.

Muss ich belastende Erfahrungen aus meiner Kindheit erzählen?

Nein. Du musst Dich nicht an alles erinnern oder belastende Ereignisse ausführlich schildern. Wir können mit dem arbeiten, was sich heute in Deinem Erleben zeigt.

Was passiert, wenn ich meine Gefühle kaum wahrnehmen kann?

Auch das kann ein Ausgangspunkt unserer Arbeit sein. Wir müssen nichts erzwingen. Vielleicht beginnen wir damit, gemeinsam neugierig darauf zu werden, wie Du Dich selbst erlebst und was Dir den Zugang zu Deinen Gefühlen erschwert.

Welche Rolle spielt der Körper bei NARM®?

Körperempfindungen können uns dabei helfen, emotionale Reaktionen bewusster wahrzunehmen. Wir beziehen deshalb auch Anspannung, Atmung oder andere körperliche Erfahrungen in unsere Gespräche ein.

Was unterscheidet NARM® von der Gestalttherapie?

Beide Ansätze interessieren sich für unser gegenwärtiges Erleben. Die Gestalttherapie legt besonderen Wert auf Bewusstheit und Kontakt im Hier und Jetzt. NARM® betrachtet insbesondere frühe Anpassungs- und Schutzstrategien und unseren heutigen Umgang mit ihnen.

Was sind Schutzstrategien und warum lassen sie sich so schwer verändern?

Manche unserer Verhaltensweisen haben sich entwickelt, um mit schwierigen Erfahrungen umzugehen. Auch wenn sie heute hinderlich sind, können sie sich weiterhin vertraut oder notwendig anfühlen. In der Therapie können wir ihre Funktion besser verstehen.

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