
Gestalttherapeutische Elemente in der Traumaarbeit
Die Gestalttherapie prägt meine Art, Menschen zu begegnen. Sie ist tief in der humanistischen Psychologie verwurzelt und stellt das unmittelbare Erleben und die Beziehung zwischen Menschen in den Mittelpunkt. Was beschäftigt Dich gerade? Was fühlst Du, während Du darüber sprichst? Und was geschieht im Kontakt zwischen uns?
Mich interessiert dabei nicht nur, was Du bereits über Dich weißt, sondern auch, wie Du Dich selbst im gegenwärtigen Moment erlebst. Manchmal wird gerade im Kontakt etwas spürbar, das sich allein durch Nachdenken oder Erklären nur schwer erschließen lässt.
Was sich im Kontakt zwischen uns zeigen kann
Manchmal werden bestimmte Muster gerade in der therapeutischen Beziehung spürbar. Vielleicht fällt es Dir schwer, einen eigenen Wunsch auszusprechen. Vielleicht achtest Du aufmerksam darauf, wie ich reagiere, oder bemerkst, dass Du innerlich auf Abstand gehst.
Solche Momente können wir gemeinsam erkunden. Was geschieht gerade in Dir? Was befürchtest Du möglicherweise? Und wie erlebst Du mich in diesem Moment? Dabei interessiert mich auch, was Du vielleicht lieber zurückhalten möchtest.
Gerade in solchen Situationen kann die therapeutische Beziehung eine Möglichkeit bieten, bisher vertraute Reaktionen bewusster wahrzunehmen und andere Erfahrungen im Kontakt zu machen. Es geht nicht darum, etwas Bestimmtes erleben oder erreichen zu müssen. Wir schauen gemeinsam, was sich zeigt und was für Dich gerade möglich ist.
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Die therapeutische Beziehung als Grundlage
Während meiner gestalttherapeutischen Ausbildung habe ich selbst erfahren, wie bedeutsam es sein kann, sich in einer Beziehung sicher und angenommen zu fühlen. Meine Lehrer sind uns auf Augenhöhe begegnet. Ich konnte meine Einwände und Unsicherheiten zeigen und mich trotzdem als Teil der Gruppe erleben. Diese Erfahrung hat mich persönlich und in meiner Haltung als Therapeut geprägt.
Heute ist es mir ein Anliegen, auch meinen Klienten einen solchen Kontakt anzubieten. Einen Raum, in dem Du Dich nicht erst verändern musst, um willkommen zu sein. In dem auch die Seiten von Dir Platz haben, die Du selbst vielleicht ablehnst oder für die Du Dich schämst. Vielleicht hast Du das Gefühl, Dich im Laufe Deines Lebens immer wieder verbogen zu haben, um dazuzugehören oder Beziehungen nicht zu gefährden. Mir ist wichtig, dass Du Dich auch mit diesen Erfahrungen zeigen kannst.
Dazu gehört für mich, dass Du anderer Meinung sein, mir widersprechen oder auch mit meiner Arbeit unzufrieden sein darfst. Vielleicht möchtest Du manchmal schweigen, Dich zurückziehen oder brauchst mehr Abstand. Auch das hat seinen Platz.
Wir begegnen uns als Menschen auf Augenhöhe. Dabei haben wir unterschiedliche Rollen, und ich trage als Therapeut die Verantwortung für den therapeutischen Rahmen. Ich wünsche mir, dass Du im Laufe unserer Arbeit zunehmend erleben kannst, dass Du mit Deinen unterschiedlichen Seiten willkommen bist. Vertrauen und Sicherheit lassen sich allerdings nicht voraussetzen. Manchmal braucht es Zeit, bis ein solcher Kontakt überhaupt möglich wird.
Innere Konflikte erfahrbar machen
Manchmal ist es schwierig, einen Zugang zum eigenen inneren Erleben zu finden. Vielleicht bemerkst Du einen inneren Konflikt oder spürst, dass unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse in Dir miteinander ringen.
In solchen Situationen nutze ich gelegentlich gestalttherapeutische Methoden wie die Arbeit mit Stühlen oder Kissen. Dabei können unterschiedliche innere Anteile oder widersprüchliche Bedürfnisse einen eigenen Platz bekommen. Was bisher vor allem als Gedanke oder innerer Widerspruch vorhanden war, lässt sich auf diese Weise manchmal unmittelbarer wahrnehmen. Vielleicht wird deutlicher, welche unterschiedlichen Bedürfnisse in Dir vorhanden sind oder wie Du selbst mit diesen Seiten umgehst.
Diese Form der Arbeit ist ein Angebot. Ob und wie wir sie nutzen, hängt von Deinem Anliegen und Deiner Bereitschaft ab. Es geht nicht darum, bestimmte Gefühle hervorzurufen oder eine Erfahrung zu erzwingen.
Gestalttherapie und NARM®
Mein heutiger therapeutischer Schwerpunkt liegt im NeuroAffective Relational Model (NARM®), einem Ansatz zur Arbeit mit Entwicklungs- und Beziehungstraumata. NARM® gibt mir insbesondere eine Orientierung dafür, wie frühe Anpassungsstrategien unser heutiges Erleben beeinflussen und wie wir mit uns selbst umgehen. Meine gestalttherapeutische Erfahrung prägt besonders die Art, wie ich Menschen begegne und wie wir das unmittelbare Erleben im therapeutischen Kontakt erkunden. Dabei sind beide Ansätze für mich eng miteinander verbunden. Die Frage, wie Du Dir selbst begegnest, lässt sich oft nicht davon trennen, welche Erfahrungen Du im Kontakt mit anderen Menschen machst. Entscheidend ist für mich, dass Du Deinen eigenen Erfahrungen näherkommen und dabei selbst mitbestimmen kannst, wie wir arbeiten.
Auch online arbeite ich mit Gestalttherapie und NARM®. Ob dieses Format für Dich passt, besprechen wir gemeinsam.
Informationen zum Erstgespräch
Fragen zur Gestalttherapie
Was passiert eigentlich in einer Gestalttherapie?
Wir beschäftigen uns mit dem, was Dich im Moment bewegt. Dabei interessieren uns nicht nur Deine Gedanken, sondern auch Gefühle, körperliche Reaktionen und das, was Du im Kontakt mit anderen Menschen erlebst.
Was bedeutet es, im Hier und Jetzt zu arbeiten?
Auch wenn wir über Vergangenes sprechen, interessiert uns, wie Du diese Erfahrungen heute erlebst. So können wir Verhaltensweisen und innere Reaktionen bewusster wahrnehmen, während sie entstehen.
Welche Bedeutung hat die Beziehung zwischen uns für die Therapie?
Die therapeutische Beziehung ist ein wichtiger Teil meiner Arbeit. In unserer Begegnung können vertraute Beziehungsmuster sichtbar werden. Gleichzeitig können neue Erfahrungen im Kontakt entstehen.
